European Railway Challenge : FIBRO unterstützt Studierenden-Team bei automatischer Schienenkupplung
Wenn Theorie auf reale Ingenieurpraxis trifft, entstehen Lösungen, die bewegen. Genau das zeigt die Zusammenarbeit von FIBRO mit dem vierköpfigen Team aus Maschinenbau Studierenden „Next Stop: Innovation!“ der Ostfalia Hochschule bei der aktuellen European Railway Challenge (ERC).
Eine Challenge mit Anspruch
Seit dem 30.11.2025 arbeiten Teams aus ganz Europa an miniaturisierten Schienenfahrzeugen, die sich in unterschiedlichen Disziplinen beweisen müssen. Eine der technisch anspruchsvollsten Aufgaben: Die Automatic Coupler Challenge. Hier muss ein automatischer Kuppel- und Entkuppelvorgang nicht nur grundsätzlich funktionieren, sondern reproduzierbar, zuverlässig und unter realistischen dynamischen Bedingungen sicher ablaufen. Was in der Realität tonnenschwere Züge betrifft, wird im Wettbewerb auf den Maßstab eines Miniaturfahrzeugs übertragen – mit denselben physikalischen Prinzipien. Beim Kuppelstoß entstehen auch hier erhebliche kinetische Energien. Laut Berechnungen des Teams können dabei Kräfte von bis zu 17 kN auftreten. Für die Mechanik und insbesondere für sensible Sensorik und Elektronik bedeutet das eine enorme Belastung.
Energie kontrolliert beherrschen:
Industrie-Know-how trifft Nachwuchsingenieure Beim automatischen Kuppeln treffen zwei bewegte Massen aufeinander. Die kinetische Energie muss in sehr kurzer Zeit aufgenommen und kontrolliert abgebaut werden. Als Industriepartner unterstützt FIBRO das Team dabei mit Know-how aus der Elastomer- und Dämpfungstechnik und hat passende Dämpferelemente der Serie G 2450.20 für die Kupplungsauslegung beigesteuert. Diese absorbieren beim Aufprall die auftretende Energie und reduzieren Belastungsspitzen signifikant. Das Ergebnis: Mechanik sowie Sensorik/Elektronik werden geschützt und ein reproduzierbarer, zuverlässiger Kuppelvorgang ermöglicht. Zusätzlich profitieren Fahrdynamik und Bauteillebensdauer durch ruhigeres Beschleunigen und Bremsen.
Das Projekt zeigt, wie sich industrielle Lösungen auf innovative Anwendungen übertragen lassen – selbst im Maßstab eines Wettbewerbsfahrzeugs. Denn das zugrunde liegende Prinzip ist universell: Überall dort, wo dynamische Lasten, Stoßbelastungen, Schwingungen und reproduzierbare Bewegungsabläufe eine Rolle spielen, sorgen abgestimmte Dämpfungslösungen für Sicherheit, Präzision und Langlebigkeit.
Ob Maschinenbau, Automatisierungstechnik oder Bahntechnik – kontrollierte Kraftaufnahme ist ein entscheidender Faktor für die Systemperformance. Spannung bis zur Bewertung im Juni 2026
Die European Railway Challenge läuft aktuell noch. Vom 05.–07.06.2026 werden die Projekte in Bad Schussenried präsentiert und bewertet. Wir verfolgen die Ergebnisse mit großer Spannung. Eines steht bereits jetzt fest: Dieses Projekt ist ein starkes Beispiel dafür, wie praxisnahe Ingenieurkompetenz, Nachwuchsförderung und industrielle Anwendung zusammenwirken.